
Manuel Misol schaut sich den Gaming-PC vom Discounter an. (Foto: YouTube/HardwareDealz)
Ein Discounter-Gaming-PC sorgt für Aufsehen: YouTuber HardwareDealz findet verdächtige Hardware. Was wirklich hinter dem Bestseller steckt.
Ein aktuelles Video des YouTube-Kanals HardwareDealz ist direkt auf Platz 2 der YouTube-Trends eingestiegen. In dem Beitrag testet der Kanalgründer Manuel Misol einen Mini-Gaming-PC, der als Bestseller in einem Online-Shop eines Discounters gelistet ist. Dabei stößt er auf mehrere fragwürdige Details.
Laut Misol handelt es sich um den „Acemagic Tank03“, einen Mini-Gaming-PC mit dem Prozessor Intel Core i7-12700H, Nvidia GeForce RTX 3070 Grafikkarte und 32 GB Arbeitsspeicher. Der Preis liege je nach Tagesangebot zwischen 900 und 1100 Euro.
YouTuber warnt: Gaming-PC von Discounter hat verdächtige Hardware
Während die technische Ausstattung auf den ersten Blick solide erscheint, entdeckte der YouTuber mehrere Probleme: So seien auf der Grafikkarte Speicherchips mit 16 GB statt der üblichen 8 GB GDDR6-Speicuer verbaut. „Es gab aber definitiv keine RTX 3070 im Laptopbereich mit 16 GB GDDR6-Speicher“, sagt Misol im Video. Zudem lasse sich der offizielle Nvidia-Treiber nicht installieren, weil das System nicht als kompatibel erkannt werde. Das betrachtet der Tester besonders kritisch: „Wenn man den offiziellen Treiber nicht installieren kann und dann auch den modifizierten nicht, ist das nicht so geil.“
Neben der Hardware analysiert der Fachmann auch die Verarbeitung und Kühlung des Geräts. Der Mini-PC verfüge über ein aufwendiges Kühlsystem mit mehreren Heatpipes und Lüftern, das an Serverkühlungen erinnere. Das Gerät lasse sich laut dem YouTuber nur schwer öffnen und ein kleiner Zusatzlüfter sei laut Misol möglicherweise nutzlos positioniert.
Discounter-PC von Acemagic im Test: Schadsoftware in Vergangenheit
Misol weist zudem darauf hin, dass der Hersteller bereits in der Vergangenheit durch vorinstallierte Schadsoftware auf seinen Geräten aufgefallen sei. So wurde im vergangenen Jahr bekannt, dass einige Mini-PCs des Unternehmens mit vorinstallierter Malware ausgeliefert wurden. Laut einem Bericht von Notebookcheck sind insbesondere Systeme betroffen, die vor dem 18. November 2023 produziert wurden. Acemagic habe laut dem Artikel inzwischen reagiert und bietet betroffenen Kunden verschiedene Optionen an, darunter eine vollständige Rückerstattung oder einen Preisnachlass von 25 Prozent bei Behalten des Geräts. Inwieweit dies auch beim getesteten Modell der Fall ist, bleibt offen und wird im Video nicht überprüft.
Obwohl der PC in Benchmark-Tests eine ordentliche Leistung erbrachte, fällt das Fazit von HardwareDealz insgesamt negativ aus: „Ich würde für das Geld eher zu einem selbst zusammengestellten System greifen.“
Das vollständige Video ist auf dem YouTube-Kanal von HardwareDealz verfügbar.