
Der deutsche Influencer Josua Wirth möchte nach Nordkorea reisen. (Foto: Montage, TikTok/joo_su)
Der Travel-Influencer Josua Wirth erhält Visum für das isolierte Land Nordkorea. Die Einreise ist nur wenigen Touristen möglich.
Der deutsche Influencer und Reiseblogger Josua Wirth, bekannt als „Josu“ von Travell4llove, hat nach eigenen Angaben ein Visum für eine Reise nach Nordkorea erhalten. In einem Social-Media-Video erklärte der Influencer, dass sein Abflug für den 3. April geplant sei. „Ich habe nämlich jetzt offiziell das Visum um nach Nordkorea zu reisen. Das bedeutet unsere Reise nach Nordkorea ist jetzt eigentlich safe”, sagt er in dem Video auf TikTok.
Wirth, der durch seine ungewöhnlichen Reisen eine große Online-Community aufgebaut hat, betonte, dass die Organisation der Reise besonders aufwendig gewesen sei. Er musste mit zahlreichen Tourguides und weiteren Stellen sprechen. Nach eigenen Angaben befindet er sich derzeit in Peking und bereitet sich auf die Einreise vor.
Ich habe nämlich jetzt offiziell das Visum um nach Nordkorea zu reisen.
– Josua Wirth, Influencer
Ob die Reise wie geplant stattfinden kann, bleibt allerdings unklar. Erst vor wenigen Wochen war der Deutsche Luca Pferdmenges als einer der ersten westlichen Touristen seit der Pandemie nach Nordkorea gereist. Er besuchte die Sonderwirtschaftszone Rason im Norden des Landes, die als weniger restriktiv gilt als andere Teile des Landes. Kurz danach stoppte Nordkorea jedoch erneut alle touristischen Einreisen. Offizielle Begründungen aus Pjöngjang gibt es nicht.
Der gebürtige Schwabe wurde bekannt, als er im Jahr 2021 ohne Flugzeug von Deutschland nach Thailand reiste, um seiner Freundin zu folgen. Zu Fuß, per Anhalter und mit öffentlichen Verkehrsmitteln legte er in mehr als einem Jahr mehrere tausend Kilometer zurück und dokumentierte seine Reise in den sozialen Medien. Heute folgen ihm mehrere Millionen Nutzer.
Influencer ist einer der ersten Deutschen in Nordkorea
Eine direkte Einreise aus Deutschland nach Nordkorea ist nicht möglich, weil es keine Direktflüge gibt. Touristen gelangen in der Regel über China oder Russland in das abgeschottete Land. Wirth wird voraussichtlich mit Air Koryo reisen, der staatlichen nordkoreanischen Fluggesellschaft mit Sitz in Pjöngjang.
Reisen nach Nordkorea sind für Touristen stark reglementiert und nur über spezielle Reiseveranstalter möglich. Erst seit kurzer Zeit wird dies seit der Corona-Pandemie wieder gestattet. In Nordkorea unterliegen ausländische Besucher strengen Einschränkungen. Touristen dürfen sich nicht frei im Land bewegen und werden rund um die Uhr von staatlich kontrollierten Reiseleitern begleitet. Diese bestimmen die Route, kontrollieren die Kommunikation und sorgen dafür, dass Touristen nur genehmigte Orte besuchen. Auch das Fotografieren und Filmen ist stark reglementiert. Das Auswärtige Amt warnt davor und rät von einer Reise nach Nordkorea ab.