
Josua Wirth gehört zu den ersten deutschen Influencern, die seit der Corona-Pandemie nach Nordkorea reisen. (Foto: TikTok/joo_su)
Ein Abenteuer mit großem Risiko: Josua Wirth reist nach Nordkorea, um an einem Marathon teilzunehmen. Das Auswärtige Amt rät dringend davon ab.
Der deutsche Influencer Josua Wirth hat einen Tag vor seiner geplanten Reise nach Nordkorea seiner letztes Video veröffentlicht. „Das hier ist das allerletzte Video“, beginnt der Reiseblogger in dem Clip, den er auf auf Instagram und TikTok teilte. „Ich werde auf das größte Abenteuer meines Lebens gehen.“
TikToker Josua Wirth in Nord-Korea: Teilnahme am Pjöngjang-Marathon?
Wirth erklärte, dass er während seines Aufenthalts in Nordkorea keine Videos hochladen könne. „Ich weiß nicht, wie die Leute vor Ort auf meine Kameras reagieren werden“, sagte er. Gleichzeitig äußerte er Bedenken an seiner Entscheidung: „Ich zweifle ein bisschen daran, ob das eine gute Idee ist.“ Ab dem 10. April möchte er sich wieder bei seiner Community melden.
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Nach eigenen Angaben wird Wirth in Nordkorea an einem Marathonlauf (42,195 Kilometer) teilnehmen. Der Zeitpunkt seiner Reise darauf hin, dass er möglicherweise an dem Pjöngjang-Marathon (offiziell: Mangyongdae Prize International Marathon) teilnehmen möchte. Zur Vorbereitung habe er auf der Chinesischen Mauer trainiert.
Auswärtiges Amt warnt eindringlich vor Reisen nach Nordkorea
Aus dem Auswärtigen Amt heißt es: „Unsere Reise- und Sicherheitshinweise zu Nordkorea sind klar und eindeutig: Wir raten dringend und nachdrücklich von Reisen nach Nordkorea ab.“ Zudem werde darauf hingewiesen, dass Touristinnen und Touristen ständig durch eine Kontrollperson begleitet würden und selbst für geringfügige Vergehen harte Strafen drohten.
Die deutsche Botschaft in Pjöngjang ist weiterhin geschlossen. „Eine konsularische Unterstützung für deutsche Staatsangehörige kann daher gegenwärtig nicht gewährleistet werden.“
Nach Angaben des Auswärtigen Amts reisen nur sehr wenige Deutsche entgegen der offiziellen Empfehlungen nach Nordkorea. „Ein Hinweis hierauf ist auch, dass sich seit einigen Jahren keine Deutschen in Nordkorea mehr hilfesuchend an uns oder die Auslandsvertretungen in der Region gewandt haben.“